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Fenster-Porträt

Mindesthaltbarkeit: drei Stufen, eine Rechnung

Von Michael Faix · Veröffentlicht am  · 2 Minuten Lesezeit

Das Fenster Mindesthaltbarkeit (Kürzel MHD) zeigt je offener Charge drei Dinge: den Artikel, was jetzt mit ihr zu tun ist und wie viele Tage bis zu ihrem Datum bleiben. Die Farbe folgt einer einzigen Rechnung, derselben für das Fenster, die MHD-Seite der App und den Export.

Drei Stufen und eine Grenze, die sich einstellen lässt

Abgelaufen ist eine Charge, deren Datum vor dem heutigen Tag liegt; am Tag des Datums selbst ist sie es noch nicht. Gelb wird sie sieben Tage vorher. Das ist die Voreinstellung, und die Leitung kann sie je Standort ändern. Einstellbar ist nur, wie früh gewarnt wird, nie, ab wann eine Charge abgelaufen ist.

Im Fenster, Datum der Charge, Stufe, Handlung
Im FensterDatum der ChargeStufeHandlung
−1 Tgesternabgelaufensperren
0 Theuteläuft bald abheute
1 Tmorgenläuft bald abheute
2 Tübermorgenläuft bald abvorziehen
7 Tin 7 Tagenläuft bald abvorziehen
8 Tin 8 Tagenhaltbarok

Die Handlung: sperren, heute, vorziehen

Für abgelaufene Ware steht »sperren« da. Ist eine Charge gelb und ihr Datum heute oder morgen, heißt es »heute«: heute verbrauchen. Liegt ihr Datum später, heißt es »vorziehen«: vor den jüngeren Chargen ausgeben. Die Liste steht dringendste zuerst, das Datum aufsteigend.

»Sperren« ist ein Wort im Fenster, keine Sperre im System. Venheim führt je Charge nur ein Datum und unterscheidet nicht zwischen Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum; ob Ware nach ihrem Datum noch abgegeben werden darf, entscheidet ein Mensch.

Der Fuß zählt alles, auch was die Liste kürzt

Unter der Liste steht zum Beispiel »1 abgelaufen · 2 in 7 Tagen«. Bis zu zwei Tagen Vorwarnung zählt der Fuß in Stunden, darüber in Tagen: 168 Stunden liest niemand. Reicht der Platz nicht für alle Chargen, sagt die letzte Zeile »… und 3 weitere«, und die Zahl im Fuß bleibt vollständig.

Wenn das Fenster nichts weiß, sagt es das

Kann das Fenster die Chargen nicht lesen, steht dort der Grund und der Satz »Ob Ware abläuft, ist gerade unbekannt.« Auch der Fuß nennt dann den Grund, nie »alles frisch«: Ein Lesefehler sähe sonst genauso aus wie ein Betrieb, in dem nichts abläuft. Gibt es keine offene Charge, steht »Keine offenen MHD-Einträge.« da.

An der Wand: Artikel und Tage, sonst nichts

Das Fenster steht auch am Wandbildschirm, etwa in der Küche, ohne Anmeldung und ohne Namen. Dort fehlt die Handlung: Aus drei Metern liest man den Artikel und die Tage, fett, und die Farbe sagt, wie dringend es ist.

Im Export ändert sich der Wortlaut nicht

Der Export einer offenen Charge schreibt »offen — abgelaufen«, »offen — bald fällig« oder »offen«, einer erledigten »verbraucht/abverkauft« oder »entsorgt (Verlust)«. Diese Wörter bleiben, auch wenn der Bildschirm sich ändert: Ein Betrieb legt die Datei Jahr für Jahr ab, und zwei Jahrgänge müssen sich vergleichen lassen.

Stimmt etwas nicht?

Schreiben Sie an office@venheim.com, mit der Zeile, um die es geht.

Wer das schreibt

Michael Faix führt in Wien und Linz Gastronomie-Betriebe und Fitness-Studios und hat Venheim für den eigenen Betrieb entwickelt — jede Funktion und jeder Ratgeber kommt aus diesem Alltag, nicht aus einer Textredaktion. Mehr über den Hintergrund. Kein Rechtsrat — bei Zweifelsfragen entscheidet die Auskunft von Behörde, Kammer oder Kanzlei.